„The Pitch“

Heute habe ich mit offen stehendem Mund die vollständige erste Folge von „The Pitch“ gesehen. Gemeint ist die neue Doku-Soap von den Machern von Mad Men. Und der Mund stand offen, weil es erstens sehr spannend war. Und zweitens wirklich heftig. Zu Gute halten will ich der Show, dass sie offenkundig um Authentizität bemüht ist. Billiges Boulevard-Effekt-Geheische, wie wir es hierzulande von den verhassten Privatsendern als satt machenden Fraß vorgeworfen bekommen, konnte ich dort nicht entdecken.

Aber, puh, was für eine heftige Mühle, die sich dort zwischen zwei Agenturen abspielte. Die Entwicklung einer Big Idea für eine Kampagne in gerade einmal sechs Tagen als Aufgabe hat schon bei mir als Betrachter Schweißausbrüche und den Beginn leichter Panikattacken erzeugt.

Ich muss zugeben, dass ich es hochspannend fand, wie die beiden Agenturen mit der Aufgabe umgegangen sind. Alles andere als Kindergeburtstag. Und doch völlig verschieden. Auf der einen Seite die Eisenfresser, mit denen und für die ich mir vorgenommen habe, sicher nie wieder zu arbeiten. Und auf der anderen Seite ebenso willige und zielstrebige Leute. Aber mit einer vollständig geerdeten und entspannten Grundhaltung.

Nachdem sich um mich herum in der letzten Zeit auch ein recht mächtiges Pitch-Karussell gedreht hat, war ich jedenfalls beeindruckt, wie die beiden Gegner mit der Aufgabe umgegangen sind. Das Ergebnis war jedoch für mich überraschend. ACHTUNG, SPOILER! Gewonnen haben die Eisenfresser. Mit der schwächeren Idee. Mit der schwächeren Präsentation. Zumindest aus meiner völlig subjektiven Perspektive heraus…

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